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Abwassergebühren
Frau Meinelt hält eine Überprüfung für nicht sinnvoll
Die Ergebnisse einer Überprüfung sollen angeblich keine Auswirkungen auf die Gebühren haben.
Moosburg, 30.06.2011 (mh) Frau Meinelt und der Stadtrat halten sich mit Maßnahmen zur Transparenz der Abwassergebühren zurück. Dabei könnten dadurch die Moosburger Gebührenzahler jährlich um mehrere hunderttausend Euro entlastet werden. Angesichts dieser Chancen ist selbst ein teures Gutachten sinnvoll.
Frau Meinelt hält eine Prüfung der Kalkulationsgrundlagen der Abwassergebühren für nicht sinnvoll, weil die Ergebnisse dem Bürger angeblich nichts bringen! Wie will sie mit dieser vorgefassten Meinung Anfang Juli den Kommunalen Prüfungsverband von der Notwendigkeit einer Prüfung überzeugen? Und warum werden die Daten dann nicht einfach den Bürgern vorgelegt? Die vom Grünen-Stadtrat Jojo Becher vorgeschlagene Internetseite für die Moosburger Kläranlage wäre dafür das geeignete und kostengünstige Forum, dessen Einrichtung der Stadtrat dann folgerichtig am nächsten Montag beschließen müsste.
Auch wird wohl vergessen, dass der Gebührenzahler zumindest das moralische Recht hat, zu erfahren, warum die Gebühren so hoch sind und wofür sie im Einzelnen verwendet werden. Er will auch erfahren, ob gemäß den gesetzlichen Vorgaben wirtschaftlich damit umgegangen wird. Lohnen sich denn die ganzen Investitionen in der Kläranlage für den Gebührenzahler wirklich? Immerhin belasten die Abschreibungen für die Brennstoffzelle die Kläranlage für zwölf Jahre, obwohl die Brennstoffzelle selbst bereits nach kaum drei Jahren außer Betrieb genommen werden musste.
Und wenn eine Prüfung nur das Ergebnis liefert, dass die jährliche Umsatzsteuer von 0,5 Mio. Euro laut städtischer Plankostenkalkulation bei einem Eigenbetrieb entfallen würde, hätten sich die von Stadtrat Erwin Weber prognostizierten 100.000 Euro Prüfungskosten schon nach drei Monaten gelohnt.
 
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Nächste Runde im Streit um Kanalgebühr

'Bangemachen gilt nicht', sagte mein Anwalt zu den hilflos anmutenden Einschüchterungsversuchen des von der Stadt Moosburg beauftragten Anwalts Guido Morber.
Fakt ist, dass die Stadt nicht nur für die Gebührenbescheide 2009 keine rechtsbeständige Beitrags- und Gebührensatzung besitzt. Somit bleibt ihr nur die Möglichkeit die „streitgegenständlichen Bescheide“ zurück zu ziehen, oder das Verfahren vor Gericht weiter in die Länge zu ziehen. In beiden Fällen wird die Stadt den Musterprozess verlieren mit der Folge, dass ich und die damaligen Widerspruchsführer ihre Abwassergebühren des Jahres 2009 von der Stadt zurück erhalten werden.
Die selbe Rechtslage gilt für die Bescheide der Jahre 2010 und 2011. Gegen meine Bescheide der Jahre 2010 und 2011 habe ich bereits termingerecht Widerspruch eingelegt und ich werde rechtzeitig Klage erheben. Damit biete ich allen Moosburgerinnen und Moosburgern nun ein Musterverfahren gegen die überhöhten Abwassergebühren 2011 an. Das heißt, wer rechtzeitig innerhalb eines Monats seit Zustellung gegen seinen kürzlich ergangenen Gebührenbescheid für 2011 Widerspruch einlegt, braucht selbst nicht zu klagen. Sie/Er wird ohne eigenes finanzielles Risiko nach Abschluss meines Musterverfahrens seine Abwassergebühren von der Stadt zurück bekommen. Ein geeignetes Widerspruchsformular finden Sie hier im Leitartikel oder auf der 'Download'-Seite und bei Bedarf auch in Papierform bei mir auf Anfrage.
Bitte die Monatsfrist beachten: die meisten Bescheide sind Mitte Februar versandt worden.

Moosburg, den 04.03.2012

Ihr Erwin Köhler

von der Redakteurin des Freisinger Tageblatt Andrea Schillinger-Fuchs am 01.07.2006:

Transparenz schafft Vertrauen

Ist es wirklich so nervenaufreibend, wenn sich ein Bürgervertreter in eine komplizierte Materie einarbeitet, wenn er die Dinge hinterfragt und um mehr Transparenz bittet? Nichts anderes macht Erwin Köhler im Moosburger Stadtrat. Lorbeeren erntet er dafür nicht. Von den einen wird Köhler belächelt, von den anderen als extrem anstrengend empfunden, wegen seiner zeitraubenden Fragen. Konkretes Beispiel: die Stadtratssitzung am Montag (26.06.2006 Anm. d. UMB). Zentrales Thema: die Kläranlage Moosburg. Ohne an dieser Stelle auf Zahlen einzugehen, stellt sich schon irgendwann die Frage, warum Erwin Köhler in der Sache so gegen Windmühlen kämpfen muss. Schließlich zeigt sich das Gremium des Moosburger Stadtrates auch in anderen Punkten - Dingen, bei denen es nicht um Beträge in Millionenhöhe geht - oftmals sehr diskussionsfreudig. Dabei scheint es Erwin Köhler nicht um mehr Mitspracherecht zu gehen, sondern um mehr Informationen, eine größere Transparenz - für alle. Das ist auch im Sinne der Moosburger Bürger. Die nämlich wollen mit Sicherheit auch im Detail wissen, was mit ihren vielzitierten Steuergeldern geschieht. Vertrauen zum Aufsichtsrat hin oder her: Dem Geschäftsführer und Kämmerer der Stadt Moosburg in Personalunion, Hans Walther, müsste es doch eigentlich am Herzen liegen, die öffentlichkeit von der Qualität seiner Arbeit zu überzeugen, anstatt die Bürger mit dünnen Informationen, mit denen der Stadtrat vor Köhlers ständigem Nachhaken gefüttert worden ist, zu verunsichern.

Es gibt nichts zu vertuschen in Sachen Kläranlagen Moosburg GmbH - das werden die Aufsichtsräte nicht müde, zu beteuern. Doch ohne dem Aufsichtsrat seine Arbeit wegnehmen zu wollen: Es ist die Aufgabe jedes einzelnen Stadtrats, alles genau wissen zu wollen. Mehr Transparenz, mehr Vertrauen. Und das gute Gefühl zu wissen, weshalb man bei der Entlastung des Aufsichtsrates die Hand gehoben hat.