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Bürgerbegehren Kanalisationshausanschlüsse
2057 Moosburger haben unterschrieben
Initiatoren überreichen 131 Unterschriftenlisten für Bürgerentscheid
Moosburg, 27.09.2010 (mh) Die Initiatoren des Bürgerbegehrens für 'Mehr Gerechtigkeit bei den Abwasser-Hausanschlüssen' Hermann Brummer, Rudolf Fritschka und Mike Hilberg haben über 2000 Unterschriften gesammelt. Sie weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Zweck des Bürgerbegehrens die umgehende Übernahme der Grundstücksanschlüsse bis zur Grenze der anzuschließenden Grundstücke in die Entwässerungseinrichtung der Stadt in ihrem derzeitigen Qualitätszustand und ohne Vorbedingungen ist. Mit der Übergabe des Antrags am 27.September im Rathaus ist eine Satzungsänderung noch dieses Jahr möglich.
'Überwältigend', sei die Reaktion der Moosburger Bürger auf das Bürgerbegehren, so Mike Hilberg, einer der Initiatoren und möchte sich vor allem bei den vielen engagierten Unterschriftensammlern bedanken, die in den letzten Wochen trotz der Sommerferien mit fast 2100 Unterschriften weit mehr als die erforderlichen 1200 zusammengetragen haben. Zweck des Bürgerbegehrens ist die unmittelbare und nicht von Bedingungen abhängige Übernahme der Grundstücksanschlüsse in ihrem derzeitigen Qualitätszustand bis zur Grenze der anzuschließenden Grundstücke zur Entwässerungseinrichtung der Stadt. 'Die Moosburger wollen diese Änderung der Satzung, daran kommt keiner mehr im Rathaus vorbei' sagt Hilberg. Damit wird, so die Initiatoren, die Übernahme in die städtische Regie noch in diesem Jahr immer wahrscheinlicher und auch alle aktuell Betroffenen werden davon profitieren.

Vielen Moosburgern war wohl bisher überhaupt nicht bewußt, dass sie die Dichtigkeitsprüfung und die Sanierung des Teil des Hausanschlusses, der im öffentlichen Grund liegt, selbst durchführen und bezahlen müssen. 'Viele dachten, dass sei bereits jetzt schon Sache der Stadt, weil es so ja logisch sei', so Rudolf Fritschka und er ergänzt, dass anscheinend immer noch sehr viele Moosburger nicht realisiert haben, dass alle bis 2015 die Dichtigkeit ihres Hausanschlusses nachweisen müssen und betroffen sind. Aufgrund des alle Erwartungen übertreffenden Ergebnisses der Unterschriftensammlung fällt dem Stadtrat die Satzungsänderung vielleicht leichter, und 'dann kann sich die Stadt das Geld für den Bürgerentscheid sparen', wie Hermann Brummer hinzufügt.

Aber das zweite Anliegen des Bürgerbegehrens ist mindestens genauso wichtig. Dabei geht es um die Offenlegung der Kalkulation für die Moosburger Abwassergebühren. Bei diesen ist Moosburg nämlich im Vergleich mit allen umliegenden Städten und Gemeinden mit deutlichem Abstand am teuersten, obwohl alle anderen die Hausanschlüsse schon in städtischer Regie verwalten. 'Moosburg ist am teuersten und leisten am wenigsten' und nicht nur die Initiatoren fragen sich warum.

 
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Nächste Runde im Streit um Kanalgebühr

'Bangemachen gilt nicht', sagte mein Anwalt zu den hilflos anmutenden Einschüchterungsversuchen des von der Stadt Moosburg beauftragten Anwalts Guido Morber.
Fakt ist, dass die Stadt nicht nur für die Gebührenbescheide 2009 keine rechtsbeständige Beitrags- und Gebührensatzung besitzt. Somit bleibt ihr nur die Möglichkeit die „streitgegenständlichen Bescheide“ zurück zu ziehen, oder das Verfahren vor Gericht weiter in die Länge zu ziehen. In beiden Fällen wird die Stadt den Musterprozess verlieren mit der Folge, dass ich und die damaligen Widerspruchsführer ihre Abwassergebühren des Jahres 2009 von der Stadt zurück erhalten werden.
Die selbe Rechtslage gilt für die Bescheide der Jahre 2010 und 2011. Gegen meine Bescheide der Jahre 2010 und 2011 habe ich bereits termingerecht Widerspruch eingelegt und ich werde rechtzeitig Klage erheben. Damit biete ich allen Moosburgerinnen und Moosburgern nun ein Musterverfahren gegen die überhöhten Abwassergebühren 2011 an. Das heißt, wer rechtzeitig innerhalb eines Monats seit Zustellung gegen seinen kürzlich ergangenen Gebührenbescheid für 2011 Widerspruch einlegt, braucht selbst nicht zu klagen. Sie/Er wird ohne eigenes finanzielles Risiko nach Abschluss meines Musterverfahrens seine Abwassergebühren von der Stadt zurück bekommen. Ein geeignetes Widerspruchsformular finden Sie hier im Leitartikel oder auf der 'Download'-Seite und bei Bedarf auch in Papierform bei mir auf Anfrage.
Bitte die Monatsfrist beachten: die meisten Bescheide sind Mitte Februar versandt worden.

Moosburg, den 04.03.2012

Ihr Erwin Köhler

von der Redakteurin des Freisinger Tageblatt Andrea Schillinger-Fuchs am 01.07.2006:

Transparenz schafft Vertrauen

Ist es wirklich so nervenaufreibend, wenn sich ein Bürgervertreter in eine komplizierte Materie einarbeitet, wenn er die Dinge hinterfragt und um mehr Transparenz bittet? Nichts anderes macht Erwin Köhler im Moosburger Stadtrat. Lorbeeren erntet er dafür nicht. Von den einen wird Köhler belächelt, von den anderen als extrem anstrengend empfunden, wegen seiner zeitraubenden Fragen. Konkretes Beispiel: die Stadtratssitzung am Montag (26.06.2006 Anm. d. UMB). Zentrales Thema: die Kläranlage Moosburg. Ohne an dieser Stelle auf Zahlen einzugehen, stellt sich schon irgendwann die Frage, warum Erwin Köhler in der Sache so gegen Windmühlen kämpfen muss. Schließlich zeigt sich das Gremium des Moosburger Stadtrates auch in anderen Punkten - Dingen, bei denen es nicht um Beträge in Millionenhöhe geht - oftmals sehr diskussionsfreudig. Dabei scheint es Erwin Köhler nicht um mehr Mitspracherecht zu gehen, sondern um mehr Informationen, eine größere Transparenz - für alle. Das ist auch im Sinne der Moosburger Bürger. Die nämlich wollen mit Sicherheit auch im Detail wissen, was mit ihren vielzitierten Steuergeldern geschieht. Vertrauen zum Aufsichtsrat hin oder her: Dem Geschäftsführer und Kämmerer der Stadt Moosburg in Personalunion, Hans Walther, müsste es doch eigentlich am Herzen liegen, die öffentlichkeit von der Qualität seiner Arbeit zu überzeugen, anstatt die Bürger mit dünnen Informationen, mit denen der Stadtrat vor Köhlers ständigem Nachhaken gefüttert worden ist, zu verunsichern.

Es gibt nichts zu vertuschen in Sachen Kläranlagen Moosburg GmbH - das werden die Aufsichtsräte nicht müde, zu beteuern. Doch ohne dem Aufsichtsrat seine Arbeit wegnehmen zu wollen: Es ist die Aufgabe jedes einzelnen Stadtrats, alles genau wissen zu wollen. Mehr Transparenz, mehr Vertrauen. Und das gute Gefühl zu wissen, weshalb man bei der Entlastung des Aufsichtsrates die Hand gehoben hat.