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B11-Kreisel mit Sportstättenanbindung
Kreisel-Variante der UMB erfüllt alle Auflagen
Vorsitzender Mike Hilberg stellt Entwurf der UMB auf der Jahresversammlung 2008 vor
Moosburg, 11.06.2008 (mh) Erst am 07.04.2008 hatte die Stadtratsmehrheit - von Anita Meinelt auf ihre Linie gebracht -die Forderung der Freien Wühler den B11-Kreisel für die Einmündung der Münchner Str. und der Westumfahrung umzuplanen abgelehnt. Wie so oft hatten sich Sachargumente gegen die von der Ersten Bürgermeisterin vorgeschobenen Verfahrensbedenken bzgl. der Westumfahrung nicht durchsetzen können. Damit wurde eine vollkommen unübersichtliche Kreisel-Gestaltung bestätigt, die den zwischenzeitlichen Stadtratsbeschluss zur Erweiterung des Sportstättengeländes in der Bonau unberücksichtigt ließ, ohne dass eine Alternative vorgelegen hätte. Hierbei ist hervorzuheben, dass der Stadtrat sich in der Anbindung des Sportstättengeländes über die Wasserwerkstr. einig war. Sollte sich etwa wieder eine kurzsichtige Denkweise gegen eine zukunftsorientierten Lösung durchsetzen? Die UMB stellen nun eine Planung vor, die den Willen des Stadtrats, Moosburg in die Zukunft zu führen in die Pflicht nimmt.
Hier beide Varianten gegenüber gestellt:

Stadtratsbeschluss Variante der UMB

Mike Hilberg, Vorsitzender der UMB, stellte zu Beginn seiner Ausführungen die Historie der bisherigen Diskussion im Stadtrat dar. Hierzu sei auf die Berichterstattung der UMB vom 11.04.2008 verwiesen. Die aktuelle vom Stadtrat beschlossene und vom Landratsamt genehmigte Planung sieht für die Fahrtrichtungen von Freising Richtung Landshut und von der Westumfahrung Richtung Freising jeweils einen Bypass vor, der den Verkehr am Kreisel vorbei führt. In beiden Füllen stellt aus Sicht der UMB die daraus resultierende Einfüdelspur, die den schnelleren Verkehr von rechts einfüdeln lässt, eine erhebliche Verkehrsgeführdung dar. Der Bypass von Freising kommend in Richtung Landshut macht eine Anbindung der Wasserwerkstraße über die alte B11 unmöglich. Das Verkehrsaufkommen in der Bonau zum erweiterten Sportstättengelände kann mit dieser Regelung nicht gesteuert werden und wird die Anwohner zusätzlich belasten. Die ungeschickte Einmündung der Reiteraustraße kurz vor dem Bypass für die Westumfahrung Richtung Freising wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem weiteren Unfallschwerpunkt führen. Das schwierige Abbiegen vom Kreisel kommend in die Reiteraustraße lässt Rückstaus bis in den Kreisel vermuten, gerade wenn stärkerer Besucherandrang im neuen Sportstättengelände erwartet wird.


Die Kritikpunkte im Einzelnen, von links nach rechts:

  • Anbindung Reiteraustraße: Unfallträchtige Position der Einmündung. Das Einbiegen in die Reiteraustr. gegen den Verkehr der Westumfahrung kann gerade zu den Hauptverkehrszeiten zu Rückstaus Richtung Kreisel führen.
  • Einfüdelspur Westumfahrung: Für das relativ gleich starke Verkehrsaufkommen von der Westtangente und aus dem Kreisel ist die Einfüdelspur zu kurz. Der Verkehr von rechts kann schneller sein. Normalerweise wird nach einem solchen Bypass die Straße über eine längere Strecke zweispurig weiter geführt.
  • Anbindung 'Alte B11': Der Bypass verhindert eine Anbindung des Sportstättengeländes über die alte B11 und die Wasserwerkstraße. Dadurch wird die Verkehrssituation in der Bonau weiter verschlechtert. Eine Korrektur ist nur schwer möglich und würde sehr teuer werden.
  • Ausführung des Kreisels: Der Kreisel ist durch die Bypüsse und die Reiteraustraße unübersichtlich und braucht eine große Fläche. Die Planung ist in der baulichen Ausführung teurer als notwendig.
  • Einfüdelspur Bypass: Hier wird mit Sicherheit der Einfüdelverkehr wesentlich stärker und schneller sein als der Verkehr, der aus dem Kreisel kommt. Dies ist sehr unfallträchtig. Eine zweispurige Weiterführung über eine längere Strecke ist unvermeidlich und würde sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt ergünzt werden.
  • Mühlbachbogen Nord: Der Bypass ist bezüglich einer Verkehrsberuhigung Richtung des neuen Wohngebietes 'Mühlbachbogen Nord' kontraproduktiv. Auch im Hinblick auf die dort realisierte Einmündung von der B11.

Da sowohl die Zufahrt über die Reiteraustraße unter der Kanalbrücke hindurch, als auch über die Stadtbadstraße für Anwohner wie für die Besucher des Sportstättengeländes unzumutbar ist, wird sich die Verkehrssituation in der Bonau weiter verschlechtern.
Ganz anders bei der Variante der UMB. Auf den ersten Blick zeichnet sie sich dadurch aus, dass sie wie ein Kreisverkehr aussieht und nicht so raumgreifend geplant ist, wie man das von dem üblicherweise von der Stadt Moosburg beauftragten Planungsbüro aus Regensburg gewohnt ist (siehe Unterführung Richtung Degernpoint). Dazu sei angemerkt, dass sich das Planungshonorar oft an der Bausumme orientiert. Außerdem ist die Wasserwerkstraße nun über die alte B11 erreichbar.

Die Variante der UMB übernimmt alle Mindestanforderungen baulicher Art aus der ursprünglichen Planung. So sind die Kurvenradien identisch und der Kreiseldurchmesser gleichgeblieben. Dies nur um dem Vorwurf zu begegnen, mit einem größeren Kreisel sei es eben einfacher. Dies ist auch in Bezug auf den Flächenverbrauch wichtig und garantiert, dass keine bisher nicht geplanten Flächen zusätzlich benötigt werden. Alle Argumente, die zur Ablehnung des änderungsantrags im April geführt hatten, werden entkrüftet.

  • Geführdung des Planungsverfahrens Westumfahrung: Die Einmündung der Westumfahrung in den Kreisel erfolgt auf der bisherigen Trasse, so dass eine änderung der Planung nicht notwendig wird.
  • Ausschluss einer Lärmschutzwand zur Taubenstraße: Trotz der Anbindung der alten B11 bleibt Raum für eine Lärmschutzwand. Sogar mehr als bisher, da die Weiterführung Richtung Wasserwerkstraße auf der nürdlichen Seite der Alleebüume erfolgt und diese dadurch sogar erhalten bleiben.
  • Anbindung der Münchnerstr. sei schwierig: Die Münchnerstr. lässt sich bei einem um ca. 30 Meter Richtung Freising versetzten Kreisel problemlos anbinden. Der Versatz stellt keinerlei Behinderung für Lastwagen mit Anhünger oder Sattelzüge dar.
  • Zu hohe Kosten für die Stadt Moosburg: Diese Variante ist mit Sicherheit in der baulichen Ausführung günstiger als die aktuelle Planung. Da die Stadt nur die baulichen Mehrkosten und die Planungskosten zu tragen hätte, ließe sich aufgrund der Minderkosten mit dem Landrarsamt sicherlich über die anfallenden Planungskosten reden.
Darüber hinaus wird der Kreisel übersichtlicher, was sich auf die Komplexität der Beschilderung auswirken dürfte. Das staatliche Bauamt ist zwar der Meinung, dass der Bypass von Freising Richtung Landshut zu einer Gerüuschreduzierung führt, was sich so ohne weiteres nicht nachvollziehen lässt. Ein Lösung ohne Bypass ist aber mit Sicherheit noch effektiver. Außerdem wird dadurch der Verkehr noch weiter abgebremst, was im Hinblick auf die Einmündung der B11 in das neue Baugebiet 'Mühlbachbogen Nord' und die dortige Wohnbebauung sicherlich wünschenswert ist.

Der entscheidende Vorteil ist aber die geänderte Verkehrsführung Richtung Sportstättengelände in der Bonau. Hier gibt es nun eine unkomplizierte Zufahrt, die bei Planung der Besucherparkplätze an der Wasserwerkstraße die Bonau einschließlich der Kreuzstraße vollkommen entlastet. Die Anbindung über die Stadtbadstr. wird nur für die Besucher des Freibades benötigt.

Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass sich wie beim Feyerabendhaus viele Mossburger Bürger für diese Variante stark machen. Sprechen Sie den Stadtrat in Ihrer Nachbarschaft an und überzeugen Sie ihn, dass es sich lohnt, sich für diese Variante einzusetzen. Das Feyerabendhaus hat gezeigt, dass es sich lohnt, wenn sich die Bürger zu Wort melden. Wenn an der bestehenden Planung festgehalten wird, entsteht ein Kreisel, der Moosburg zu trauriger Berühmtheit führen wird. Einen Kreisel dieser Art sucht man vergebens. Der 'Biller'-Kreisel kommt ohne Bypüsse aus, trotz wesentlich höherem Verkehrsaufkommen. Mit diesem Kreisel müssen noch unsere Kinder leben.

 
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Nächste Runde im Streit um Kanalgebühr

'Bangemachen gilt nicht', sagte mein Anwalt zu den hilflos anmutenden Einschüchterungsversuchen des von der Stadt Moosburg beauftragten Anwalts Guido Morber.
Fakt ist, dass die Stadt nicht nur für die Gebührenbescheide 2009 keine rechtsbeständige Beitrags- und Gebührensatzung besitzt. Somit bleibt ihr nur die Möglichkeit die „streitgegenständlichen Bescheide“ zurück zu ziehen, oder das Verfahren vor Gericht weiter in die Länge zu ziehen. In beiden Fällen wird die Stadt den Musterprozess verlieren mit der Folge, dass ich und die damaligen Widerspruchsführer ihre Abwassergebühren des Jahres 2009 von der Stadt zurück erhalten werden.
Die selbe Rechtslage gilt für die Bescheide der Jahre 2010 und 2011. Gegen meine Bescheide der Jahre 2010 und 2011 habe ich bereits termingerecht Widerspruch eingelegt und ich werde rechtzeitig Klage erheben. Damit biete ich allen Moosburgerinnen und Moosburgern nun ein Musterverfahren gegen die überhöhten Abwassergebühren 2011 an. Das heißt, wer rechtzeitig innerhalb eines Monats seit Zustellung gegen seinen kürzlich ergangenen Gebührenbescheid für 2011 Widerspruch einlegt, braucht selbst nicht zu klagen. Sie/Er wird ohne eigenes finanzielles Risiko nach Abschluss meines Musterverfahrens seine Abwassergebühren von der Stadt zurück bekommen. Ein geeignetes Widerspruchsformular finden Sie hier im Leitartikel oder auf der 'Download'-Seite und bei Bedarf auch in Papierform bei mir auf Anfrage.
Bitte die Monatsfrist beachten: die meisten Bescheide sind Mitte Februar versandt worden.

Moosburg, den 04.03.2012

Ihr Erwin Köhler

von der Redakteurin des Freisinger Tageblatt Andrea Schillinger-Fuchs am 01.07.2006:

Transparenz schafft Vertrauen

Ist es wirklich so nervenaufreibend, wenn sich ein Bürgervertreter in eine komplizierte Materie einarbeitet, wenn er die Dinge hinterfragt und um mehr Transparenz bittet? Nichts anderes macht Erwin Köhler im Moosburger Stadtrat. Lorbeeren erntet er dafür nicht. Von den einen wird Köhler belächelt, von den anderen als extrem anstrengend empfunden, wegen seiner zeitraubenden Fragen. Konkretes Beispiel: die Stadtratssitzung am Montag (26.06.2006 Anm. d. UMB). Zentrales Thema: die Kläranlage Moosburg. Ohne an dieser Stelle auf Zahlen einzugehen, stellt sich schon irgendwann die Frage, warum Erwin Köhler in der Sache so gegen Windmühlen kämpfen muss. Schließlich zeigt sich das Gremium des Moosburger Stadtrates auch in anderen Punkten - Dingen, bei denen es nicht um Beträge in Millionenhöhe geht - oftmals sehr diskussionsfreudig. Dabei scheint es Erwin Köhler nicht um mehr Mitspracherecht zu gehen, sondern um mehr Informationen, eine größere Transparenz - für alle. Das ist auch im Sinne der Moosburger Bürger. Die nämlich wollen mit Sicherheit auch im Detail wissen, was mit ihren vielzitierten Steuergeldern geschieht. Vertrauen zum Aufsichtsrat hin oder her: Dem Geschäftsführer und Kämmerer der Stadt Moosburg in Personalunion, Hans Walther, müsste es doch eigentlich am Herzen liegen, die öffentlichkeit von der Qualität seiner Arbeit zu überzeugen, anstatt die Bürger mit dünnen Informationen, mit denen der Stadtrat vor Köhlers ständigem Nachhaken gefüttert worden ist, zu verunsichern.

Es gibt nichts zu vertuschen in Sachen Kläranlagen Moosburg GmbH - das werden die Aufsichtsräte nicht müde, zu beteuern. Doch ohne dem Aufsichtsrat seine Arbeit wegnehmen zu wollen: Es ist die Aufgabe jedes einzelnen Stadtrats, alles genau wissen zu wollen. Mehr Transparenz, mehr Vertrauen. Und das gute Gefühl zu wissen, weshalb man bei der Entlastung des Aufsichtsrates die Hand gehoben hat.