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Abwasserkonzept Moosburg
Thonstetten wird kanalisiert
Für Oberpolln wird Anschluss an Vakkumanlage geprüft
Moosburg, 06.07.2004 (mh) Das Konzept wurde aufgrund der geänderten Abwasser VO vom 15.10.02 und der Richtlinien für Zuwendungen für Kleinkläranlagen vom 23.04.2003 und der RZWas 2000 nötig. Danach sind zum Schutz des Grundwassers alle Kleinkläranlagen mit einer sogenannten Bio-Stufe nachzurüsten oder die Abwässer einer öffentlichen Kläranlage zuzuführen. Für die geforderten Maßnahmen gewährt der Staat Zuschüsse, so weit die Mittel reichen. Dazu ist zu prüfen, welche Maßnahme im Einzelfall am wirtschaftlichsten ist. Dieser Prüfung dient das Abwasserkonzept, mit dessen Erstellung das Ing.-Büro Bauer Regensburg beauftragt wurde. Nach der Vorstellung der Ergebnisse im Stadtrat findet am kommenden Freitag um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle eine öffentliche Vorstellung ebenfalls durch das Ingenieurbüro Bauer statt.
Bei den Ortsteilen Thonstetten, Grünseiboldsdorf, Moosham, Oberreith und Unterreith ist lediglich der Anschluss Thonstettens an das öffentliche Kanalnetz wirtschaftlicher als die Beibehaltung und Nachrüstung der privaten Kleinkläranlagen. Die Kalkulation erfasst alle Kosten, die in einem Zeitraum von 50 Jahren entstehen. In Thonstetten werden die Abwässer über eine Freispiegelkanalisation erfasst und mittels einer Druckleitung an das Moosburger Abwassersystem angeschlossen, eine Vakuumanlage sei bei der geringen Dichte von Anschlüssen nicht wirtschaftlich. Herr Kreitmeier, Ortssprecher von Thonstetten weist darauf hin, daß die Bodenbeschaffenheit in Thonstetten den Betrieb von Kleinkläranlagen nicht zulässt.

Für Pillhofen, Feldkirchen, Murr, Oberambach, Niederambach und Kirchamper ist durchgängig die Beibehaltung und Nachrüstung der Kleinkläranlagen wirtschaftlicher.
StR. Köhler vermisst für die verschiedenen Varianten eine kostenmäßige Einzeldarstellung der Ortsteile, die nach einer Erläuterung aus den Gesamtkosten der verschiedenen Varianten aber extrahiert werden kann.

Bei Oberpolln/Aich sind ebenfalls PKK mit 102.000 zu 347.000 Euro beim Anschluss an die im Bau befindliche Vakuumanlage günstiger. Auf Vorschlag von Köhler, werden die vier nahe dem Werkskanal gelegenen Anwesen von Oberpolln separat kalkuliert, um zu prüfen, ob der Anschluss an die Aicher Vakuumanlage nicht günstiger ist.

Die bei den PKK nunmehr vorgeschriebene vierte, so genannte Biostufe kann in technisch unterschiedlichen Arten ausgeführt werden. Zusätzlich ist aber in jedem Fall alle zwei Jahre eine Abnahme durch zertifizierte Prüfer notwendig. Auf Anfrage von StR. Held gibt es keine Abschätzungen in Bezug auf zu erwartende Änderungen durch EU-Gesetzgebung. In den Kostenschätzungen sind keine Fördermittel berücksichtigt.
Köhler vermutet, daß durch den Anschluss aller Anwesen in Oberpolln, auch auf der anderen Seite des Isarkanals, die Kosten für den Anschluss an die Vakuumanlage geringer werden.

Die Fortführung der Planung mit den Festsetzungen gemäß des Konzepts wird mit 14:7 Stimmen beschlossen.

Damit wurde festgelegt nur den Ortsteil Thonstetten an die Abwasserkanalisation anzuschliessen. In allen anderen Ortsteilen müssen private Kleinkläranlagen gemäß den neusten Vorschriften betrieben werden. Für Oberpolln erfolgt noch eine Einzelklärung der Sachlage.

 
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Nächste Runde im Streit um Kanalgebühr

'Bangemachen gilt nicht', sagte mein Anwalt zu den hilflos anmutenden Einschüchterungsversuchen des von der Stadt Moosburg beauftragten Anwalts Guido Morber.
Fakt ist, dass die Stadt nicht nur für die Gebührenbescheide 2009 keine rechtsbeständige Beitrags- und Gebührensatzung besitzt. Somit bleibt ihr nur die Möglichkeit die „streitgegenständlichen Bescheide“ zurück zu ziehen, oder das Verfahren vor Gericht weiter in die Länge zu ziehen. In beiden Fällen wird die Stadt den Musterprozess verlieren mit der Folge, dass ich und die damaligen Widerspruchsführer ihre Abwassergebühren des Jahres 2009 von der Stadt zurück erhalten werden.
Die selbe Rechtslage gilt für die Bescheide der Jahre 2010 und 2011. Gegen meine Bescheide der Jahre 2010 und 2011 habe ich bereits termingerecht Widerspruch eingelegt und ich werde rechtzeitig Klage erheben. Damit biete ich allen Moosburgerinnen und Moosburgern nun ein Musterverfahren gegen die überhöhten Abwassergebühren 2011 an. Das heißt, wer rechtzeitig innerhalb eines Monats seit Zustellung gegen seinen kürzlich ergangenen Gebührenbescheid für 2011 Widerspruch einlegt, braucht selbst nicht zu klagen. Sie/Er wird ohne eigenes finanzielles Risiko nach Abschluss meines Musterverfahrens seine Abwassergebühren von der Stadt zurück bekommen. Ein geeignetes Widerspruchsformular finden Sie hier im Leitartikel oder auf der 'Download'-Seite und bei Bedarf auch in Papierform bei mir auf Anfrage.
Bitte die Monatsfrist beachten: die meisten Bescheide sind Mitte Februar versandt worden.

Moosburg, den 04.03.2012

Ihr Erwin Köhler

von der Redakteurin des Freisinger Tageblatt Andrea Schillinger-Fuchs am 01.07.2006:

Transparenz schafft Vertrauen

Ist es wirklich so nervenaufreibend, wenn sich ein Bürgervertreter in eine komplizierte Materie einarbeitet, wenn er die Dinge hinterfragt und um mehr Transparenz bittet? Nichts anderes macht Erwin Köhler im Moosburger Stadtrat. Lorbeeren erntet er dafür nicht. Von den einen wird Köhler belächelt, von den anderen als extrem anstrengend empfunden, wegen seiner zeitraubenden Fragen. Konkretes Beispiel: die Stadtratssitzung am Montag (26.06.2006 Anm. d. UMB). Zentrales Thema: die Kläranlage Moosburg. Ohne an dieser Stelle auf Zahlen einzugehen, stellt sich schon irgendwann die Frage, warum Erwin Köhler in der Sache so gegen Windmühlen kämpfen muss. Schließlich zeigt sich das Gremium des Moosburger Stadtrates auch in anderen Punkten - Dingen, bei denen es nicht um Beträge in Millionenhöhe geht - oftmals sehr diskussionsfreudig. Dabei scheint es Erwin Köhler nicht um mehr Mitspracherecht zu gehen, sondern um mehr Informationen, eine größere Transparenz - für alle. Das ist auch im Sinne der Moosburger Bürger. Die nämlich wollen mit Sicherheit auch im Detail wissen, was mit ihren vielzitierten Steuergeldern geschieht. Vertrauen zum Aufsichtsrat hin oder her: Dem Geschäftsführer und Kämmerer der Stadt Moosburg in Personalunion, Hans Walther, müsste es doch eigentlich am Herzen liegen, die öffentlichkeit von der Qualität seiner Arbeit zu überzeugen, anstatt die Bürger mit dünnen Informationen, mit denen der Stadtrat vor Köhlers ständigem Nachhaken gefüttert worden ist, zu verunsichern.

Es gibt nichts zu vertuschen in Sachen Kläranlagen Moosburg GmbH - das werden die Aufsichtsräte nicht müde, zu beteuern. Doch ohne dem Aufsichtsrat seine Arbeit wegnehmen zu wollen: Es ist die Aufgabe jedes einzelnen Stadtrats, alles genau wissen zu wollen. Mehr Transparenz, mehr Vertrauen. Und das gute Gefühl zu wissen, weshalb man bei der Entlastung des Aufsichtsrates die Hand gehoben hat.