Leitthema Innenstadt
Vorhandene Konzepte endlich umsetzen!
Das Rad nicht neu erfinden, sondern bestehende Konzepte verstehen und umsetzen
Moosburg, 21.02.2014 (aw) Zu viel Verkehrslärm, zu wenig attraktive Geschäfte, keine Aufenthaltsqualität! Gegen den Abwärtstrend der Moosburger Innenstadt helfen keine Einzelmaßnahmen mehr. Die strukturellen Mängel lassen sich nur mit Konzepten, die alle Aspekte dieses Niedergangs berücksichtigen, nachhaltig beheben. Dazu bedarf es aber einer Planung mit Weitsicht.
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Was bedeutet ISEK, was können wir aus dem Einzelhandelskonzept mitnehmen und wie können die innerstädtischen Verkehrsprobleme gelöst werden? Welche Auswirkungen hätte eine teilweise Fußgängerzone auf die Entwicklung der gesamten Innenstadt und warum sprechen sich die Gutachter ausdrücklich dagegen aus? Mit diesen und weiteren Fragestellungen beschäftigten sich die Unabhängigen Moosburger Bürger in Ihrer Veranstaltung zum Thema „Innenstadt und Verkehr“ im Gasthof Torbräu vergangene Woche. Sie boten den Zuhörern Lösungsmöglichkeiten und banden Anregungen in die anschließende Diskussion ein.

In seinem Vortrag zeigte Alfred Wagner zunächst den aktuellen Zustand Moosburgs anhand von Bildern und Grafiken auf. Am Beispiel einer Terrasse eines Cafés wurde deutlich, wie diese an Aufenthaltsqualität verliert, wenn direkt davor Autos fahren und parken und die Besucher Lärm und Abgasen ausgesetzt werden. Der Amtsgerichtsgarten, ein schöner innerstädtischer Platz, der nur unzureichend genutzt wird. Hier, sicher vor Verkehr und Abgasen, könnte z.B. ein kleiner Kinderspielplatz zu einer deutlichen Belebung und Aufwertung beitragen. Genauso die Grünfläche hinter dem Zehentstadl. Von den Zuhörern wurden noch andere neuralgische Punkte genannt, so dass das Fazit Alfred Wagners war: „Fast die gesamte Innenstadt ist ein Sanierungsfall!“.

Unverständlicherweise hat die amtierende Bürgermeisterin 2004 den Stadterneuerungsprozess ausgesetzt. Schon im Einzelhandelskonzept von 2009 wurden für Moosburg deutliche Alarmzeichen gegeben. Moosburg liegt deutlich unter seinen Möglichkeiten. Mit Bedauern musste Alfred Wagner feststellen, dass daraus im Rathaus keine Schlussfolgerungen gezogen wurden.

Eine klare Aussage aus dem ISEK stellte Alfred Wagner dann der Einführung einer Fußgängerzone entgegen. Mit genau dieser Frage hatten sich die Fachplaner im Rahmen der Konzepterstellung beschäftigt und davor deutlich abgeraten. Dieses würde zu einer nachteiligen Verkehrsverlagerung in Richtung der anderen Innenstadtbereiche führen. Des Weiteren würden die bestehenden Handelsstrukturen einer sofortigen starken Verwerfung ausgesetzt, sprich die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Verkaufslagen in Moosburg noch zusätzlich verstärkt.

Größten Handlungsbedarf gibt es bei den Fragen der Verkehrsführung. Angesichts einer Lärmbelastung von mehr als 76 dB(A) in Teilen der Innenstadt bestand dahingehend große Einigkeit. Ebenso war es unzweifelhaft, dass eine Gestaltung der äußeren Stadteingänge, besonders an der Thalbacher Straße beim Lagerhaus Braun, an der Münchner Straße bei der Abzweigung zur Westerbergstraße und an der Hohenadlkreuzung nötig ist. Die UMB setzen sich für eine gezielte Verkehrslenkung um die Innenstadt herum ein. Breite Diskussionen nahm die Frage ein, warum es nach wie vor nicht möglich sei, die Staatsstraße auf die Westumfahrung zu verlegen. Ohne diese Verlegung hat die Stadt im Zentrum keinen Gestaltungsspielraum. „Hier müssen zwingend alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden“ konstatierte Wagner.

Ein weiterer Brennpunkt ist die Entwicklungsmöglichkeit für den Plan und das Gelände „altes Jugendhaus / alte Polizei“. Anhand einiger Skizzen aus dem ISEK zeigte Alfred Wagner, worauf es bei einer Neuplanung des Bereichs ankommt. Eine Tiefgarage unter dem Plan ist nicht nur aus finanziellen Gründen abzulehnen. Auch in Bezug auf mögliche Wegebeziehungen zum Gelände „altes Jugendhaus / alte Polizei“ bringt diese Lösung viele Nachteile. Es besteht die Gefahr, dass dieses Gelände von der Innenstadt abgehängt und Leerstand vorprogrammiert wird. Alfred Wagner stellte sich und den Zuhörern die Frage, wie die Bürgermeisterin auf diesem Gelände eine städtebaulich vernünftige Lösung durchsetzen will? In der Befragung der Altstadtförderer hatte sie weitere Bebauungspläne in der Innenstadt abgelehnt. Einer gesichtslosen Investorenverwertung wären damit Tür und Tor geöffnet. Das Nachsehen hätten wieder einmal die Moosburger Bürger.

In seiner Schlussbemerkung fasste Alfred Wagner die Planungen der UMB zur Innenstadt zusammen: „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, denn das ISEK gibt uns einen klaren Handlungsrahmen. Wir sollten uns daran halten und endlich beginnen!“

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Der Kommentar

Servus Tscharli
Nach nur knapp vier Jahren guter und intensiver Zusammenarbeit trennen sich die Wege von Tscharli Wagner und UMB. Dabei hatte es erfolgreich angefangen. Wagner hatte auf Anhieb als Bürgermeisterkandidat ohne Stadtratsvergangenheit beachtliche 17% erreicht und damit mit Sicherheit von der breiten UMB-Wählerschaft profitiert. Mit Wagner hatte die UMB einen Mitstreiter gewonnen, der viel Kompetenz in Sachen Haushalt und Leidenschaft beim Thema Stadtentwicklung mit gebracht hat. Gemeinsam konnte man mit drei Stimmen im Stadtrat UMB-Politik Gewicht verschaffen. Die Trennung tut beiden weh, wer sie besser verkraftet, wird die Zukunft zeigen.
Aber eins steht fest, die UMB werden auch weiterhin unerschütterlich und mit langem Atem für das Gemeinwohl und ein lebenswertes Moosburg im Einsatz sein.

Ihr Mike Hilberg

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