Leitthema Finanzen
Ein Hallenbad ist aktuell nicht finanzierbar
Wahlversprechen für ein Hallenbad sind beim Moosburger Schuldenstand unverantwortlich
Moosburg, 14.02.2014 (mh) Der Trend bei Hallenbädern geht zu Spaßbädern oder Sauna- und Wellnessbädern mit gehobener Gastronomie. Ein reines Familienbad wäre nicht überlebensfähig und würde ein höheres Betriebsdefizit bedeuten. Gleichwohl muss das Freibad saniert werden, um die Betriebserlaubnis zu behalten. Ein Hallenbad ist erst nach der wirtschaftlichen Trendwende in Moosburg realistisch.
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UMB-Vorsitzender Mike Hilberg eröffnete eine Serie von UMB-Veranstaltungen zu den Themen Wirtschaft, Innenstadt, Verkehr, Abwasser, Hochwasser und Leben in Moosburg mit der Einschätzung, 'so sehr ich es mir auch wünschen würde, ein Hallenbad ist bei der aktuellen Moosburger Schuldensituation nicht finanzierbar!'. Steigende Besucherzahlen weisen Spaßbäder oder Bäder mit Sauna- und Wellnessbereich auf, während reine Familienbäder zu kämpfen haben. Steuereinnahmekraft Bei Baukosten von mindestens 6 Mio. Euro und jährlichen Belastungen von ca. 1,5 Mio. Euro ist selbst bei günstiger Besucherprognosse ein jährliches Defizit von einer halben Mio. Euro zu erwarten.
Und dass dies bei der aktuellen Finanzlage der Stadt Moosburg nicht zu stemmen ist, verdeutlichte Alfred Wagner, Bürgermeisterkandidat der UMB und selbst bei einem großen Münchner Bauträger beschäftigt mit niederschmetternden Zahlen. Während in der boomenden Metropolregion München im Kreis Freising von 2002 bis 2012 die Zahl der Beschäftigten um 14% und in Oberbayern um 11% gestiegen ist, nahm sie in Moosburg um 3% ab. Wachstumsfähige Unternehmen wurden 2013 an Nachbargemeinden verloren, die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sind für Moosburg verloren. Bei der Steuereinnahmekraft liegt Moosburg mittlerweile abgeschlagen hinter Freising, Erding und Langenbach zurück.
Die Schulden belaufen sich mit den Eigenbetrieben und der Kläranlagen GmbH auf knapp 33 Mio. Euro, das sind Besorgnis erregende 1.940 Euro pro Einwohner. Der Durchschnitt bei bayrischen Gemeinden zwischen 10 - 20.000 Einwohnern liegt mit 980 Euro bei der Hälfte. Die Haushaltslage für 2014 sieht nur aufgrund des allgemeinen Wirtschaftsbooms und von Grundstücksverkäufen gut aus. Schulden
Aber das kann sich schnell ändern. Und daher müssen die Mittel stärker als vorgesehen für den Schuldenabbau und die strukturelle Verbesserung genutzt werden. Dazu gehört die Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes von 380%, mit dem Moosburg an der Spitze steht, auf 320%, um für Neuansiedlungen attraktiver zu werden. Außerdem benötigen die Unternehmen mittlerweile schnelle Internetanbindungen, auch über Glasfaser. 'Moosburg muss Mitglied in der 'Metropolregion München e. V.' werden, dass kostet nur 500 Euro im Jahr und lenkt das Interesse von Investoren auf Moosburg, dann können wir uns vielleicht in ein paar Jahren ruhigen Gewissens ein Hallenbad leisten', resümierte Wagner, 'aber aktuell wäre es absolut unseriös!'.
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Der Kommentar

Servus Tscharli
Nach nur knapp vier Jahren guter und intensiver Zusammenarbeit trennen sich die Wege von Tscharli Wagner und UMB. Dabei hatte es erfolgreich angefangen. Wagner hatte auf Anhieb als Bürgermeisterkandidat ohne Stadtratsvergangenheit beachtliche 17% erreicht und damit mit Sicherheit von der breiten UMB-Wählerschaft profitiert. Mit Wagner hatte die UMB einen Mitstreiter gewonnen, der viel Kompetenz in Sachen Haushalt und Leidenschaft beim Thema Stadtentwicklung mit gebracht hat. Gemeinsam konnte man mit drei Stimmen im Stadtrat UMB-Politik Gewicht verschaffen. Die Trennung tut beiden weh, wer sie besser verkraftet, wird die Zukunft zeigen.
Aber eins steht fest, die UMB werden auch weiterhin unerschütterlich und mit langem Atem für das Gemeinwohl und ein lebenswertes Moosburg im Einsatz sein.

Ihr Mike Hilberg

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